Datensicherheit und -sicherung mal auf den Punkt gebracht
Liebe Interessierte,
ein Thema, das uns alle fast jeden Tag beschäftigt: die Digitalisierung. Einerseits ist sie ein Segen, andererseits kann sie auch einen Fluch sein. Ein Segen, weil die Digitalisierung ermöglicht, beispielsweise schnell an Informationen zu kommen, schwerwiegende analoge Tätigkeiten mithilfe digitaler Mitteln zu erfüllen, den Lebensalltag effizienter und optimaler zu gestalten, kreativ zu sein, unser Wissen und Können zu erweitern und teilen usw.. Nicht zuletzt sorgt sie für Entspannung, indem sie uns Spaß während der Nutzung der Vielfältigkeit der Unterhaltungstechnologien macht, wie zum Beispiel Film und Musik, Kunst und Spielanwendungen.

Einen Fluch, weil wie es im Leben auch fast immer ist, lauern Gefahren wie beispielsweise Identitätsdiebstahl, Datenmanipulationen und Erpressung mittels arglistiger Datenverschlüsselung und noch vieles mehr. Also, die Digitalwelt bleibt eine schöne Spielwiese so lang, dass du bereit bist, deine Komfortzone zu verlassen. Insbesondere, wenn du deine Privatsphäre vernünftig schützen willst. Dann sind nur effiziente Schutzmaßnahmen den besten Mitteln gegen Datendiebstähle und -manipulation aller Art.
Und genau diese Maßnahmen helfen dir, die Risiken zu minimieren. Dennoch verlangt eine optimale Effizienz bei den Schutzmaßnahmen schon erweiterte Kenntnissen im EDV-Bereich, wie zum Beispiel wie diese Maßnahmen funktionieren, welche mögliche Nutzungseinschränkungen kommen auf einem zu, wenn sie eingeschaltet sind, und welche Funktionen man während Datenverarbeitungsprozessablaufes freigeben darf.
Die Digitalwelt ist kein Allheilmittel, sondern ich betrachte diese Technologie als ein Werkzeug, um meinen Alltag besser zu bewältigen. Ich erinnere mich noch an die Zeit, als ich mit einer IBM Kugelschreibmaschine arbeitete, oder auch noch mit Telex und den perforierten Bändern. Ja, auch die Zeit des Mainframes mit zentralen Datenverarbeitungsgroßsystemen (IBM 3600, AS 400). 1980 war man als Privatanwender froh, eine Festplatte mit 20 Megabytes Speicherkapazität zu erwerben.
Thierry
Kannst du dir vorstellen, dass heute eine Datenmenge weltweit pro Tag auf geschätzt 2,5 Trillionen Bytes erzeugt wird?
Um eine Idee über die Datenmenge1 zu geben, schaue dir mal die Tabelle nachstehend an:

2018 lag die gespeicherte Datenmenge bei 33 Zettabyte (ZB) (siehe Tabelle oben) und wird bis zum Jahr 2025 auf 175 Zettabytes steigen.
Der wichtigste Datenmengenproduzent ist: das Industriegewerbe (3.584 Exabyte). Danach folgt der Handel (Groß-, Einzel- und Sonderhandel, 2.212 Exabyte) und die Finanzdienstleistungen (2.074 Exabyte). Im Vergleich braucht das Rohstoffgewerbe nur 280 Exabyte2.
Also, in dieser Datenmassenansammlung versuche mal eine sichere und fehlerfreie Anwendung zu entwickeln. Um nur ein Beispiel zu nennen, wäre das bei 40 Millionen Programmierzeilen für das Betriebssystem Windows eine unmögliche Herausforderung.
Bei Linux Mint ist es unmöglich die Anzahl Programmierzeilen zu ermitteln. Das Betriebssystem besteht aus unterschiedlichen offenen Quellcode in unterschiedlichen Programmiersprachen. Und vor allem ist die gesamte Datenbankhierarchie im Betriebssystem-Kernel modular monolithisch definiert. Im Gegenteil zur unübersichtlichen hybriden Registry (Bienenstock) von Microsoft für Windows hat Linux Mint mit einer sehr schlanken Datenbankstruktur zu tun. Sowohl Programmierkomponente aus Ubuntu als auch aus Debian sind in der Mint Distribution vorhanden. Das erschwert einen zentralen Betriebssystemangriff, es sei denn, eine gravierende Sicherheitslücke ist noch offen.
Heute kann man sogar froh sein, dass die EDV-Welt einigermaßen in Ordnung ist. Diese EDV-Welt ist fast wie mit der Finanzwelt zu vergleichen. Bei dem Finanzproduktvielfalt (mehr als eine Million Finanzprodukte weltweit) ist man froh, wenn ein Zahnrädchen in eine Richtung gedreht wird, dass das Gesamtsystem nicht auseinander fällt. Die Erfahrung zeigt genau das Gegenteil. Diese Gefahr ist ernst zu nehmen, denn sonst würden die Finanzkrisen sich nicht so schnell wiederholen. Aufgrund der ultimativen Spekulationen sind diese Krisen genau wegen der Deregulierung entstanden.
Sowohl eine Finanz- als auch eine Datensystemderegulierung bringt große Gefahr für die Digitalisierung, und führt zur Datenmanipulation. Deshalb ist es wichtig, sich im Klaren zu sein, dass diese Gefahr ernst zu nehmen ist.
Zum Beispiel bei Identitätsdiebstahl kann diese Gefahr einen erheblichen Einfluss auf dein Lebenswohlbefinden haben. Aber, wie kommt es zu einem Identitätsdiebstahl, oder einem Befall durch Schadanwendungen auf deinem Rechner?
Ein Identitätsdiebstahl kommt selten von allein. Unterschiedliche Bedingungen müssen erfüllt werden, und hängt in 87 % der Fälle mit einer fehlerhaften Bedienung durch das Opfer zusammen. Beim Nachrichtenempfang ist das Opfer meistens unvorsichtig gewesen, hat einen Link angeklickt, und ohne sein Wissen eine Tür in einem Anwendungsprozess geöffnet. Und schon ist eine Schadanwendung auf seinem Rechner erstmal installiert. Aus der Ferne mittels eines CC-Servers (Command and Control) kann der Täter weitere Schadanwendungen auf dem Zielrechner herunterladen, installieren und weiterverbreiten.
Am Ende kann es beispielsweise zu einer totalen Datenverschlüsselung (Ransomeware) und dementsprechend Datenverlust kommen, die erst nach Zahlung eines Schutzgeldes angeblich freigegeben sein sollten. Leider ist es dem nicht immer so. Das Geld wird einkassiert und die Dateien bleiben schön verschlüsselt.
Und die digitale Sicherheit ist nur ein Teil der digitalen Welt, aber ein unter den Wichtigsten, wo ein großer Bedarf an Prinzipien herrschen soll. Eine Datensystemregulierung wurde wenig bringen, denn Regeln sind unflexibel, meistens nicht mehr zeitgemäß an dem Moment als sie umgesetzt werden, denn die IT-Welt ändert sich jede Millisekunde. Prinzipien hingegen bleiben Neuerungen offen, und sind flexibel bei der Ergänzung oder Änderungen.
Was würdest du gerne an Nutzungskomfort deiner Digitalwelt opfern, um einen optimalen Widerstand gegen die im Netz lauernden Gefahren zu leisten? Welche Prinzipien wärest du bereit umzusetzen, um deine Identität zu schützen?
Die Prinzipien für einen digitalen und einen analogen Widerstand bringe ich dir im Rahmen eines interaktiven Vortrags „Die Digitalisierung und ich“ bei. Die Teilnehmeranzahl ist auf max. 20 Personen festgelegt. Die Dauer des Vortrags inklusive praktischer Umsetzung, Diskussionen und Pause beträgt vier Stunden. Der interaktive Vortrag wird je nach Anwenderstärke individuell angepasst, denn ich will, dass du wirklich etwas aus diesem Vortrag mit nach Haus nimmst. Sowohl eine digitale als auch eine analoge Vortragshaltungsform sind möglich.
Jedoch biete ich die analoge Form nur zentral in den Städten Köln, Bonn und Aachen an. Diese Vorträge finden meistens in Kooperation mit Thomas Beimel von ainoa-it statt. Insbesondere, bei Interesse für Linux Mint für deinen Rechner bzw. Notebook und e/os/ oder Graphene OS für dein Smartphone werden die Vorträge in Kooperation zusammengehalten.
Vergiss bitte nicht, dass Ende Oktober 2026 mit Windows 10 für immer Schluss ist. Und was dann? Ein Datenkrake wie Windows 11 lässt du doch nicht auf deinem Rechner zu, oder?
Lust auf mehr?
Dann warte nicht mehr lang und melde dich bitte hier bei mir.
- Speichergrößen: Was sind digitale Datenmengen? https://www.ionos.at/digitalguide/websites/web-entwicklung/speichergroessen/ ↩︎
- Datenmenge explodiert https://www.iwd.de/artikel/datenmenge-explodiert-431851/ ↩︎
